Aktuelles

Gelassenheit gegen Hamsterrad

Mit der Digitalisierung hat sich die Kommunikation rasant verändert.

Wir erkennen eine zunehmende, allgemeine Unfreundlichkeit. Das Lebenstempo wird immer schneller. Die allgemeine Aggressivität steigt immer mehr an. Ob am Arbeitsplatz, im Straßenverkehr oder in der Freizeit, die Zündschnur bei vielen Menschen wird immer kürzer. Sie reagieren über und gehen schneller hoch. Hier ist kein Platz mehr für Gelassenheit, Freundlichkeit oder Muße. Hier herrscht der Ellenbogen.


Personal wird reduziert, Prozesse werden ausgequetscht, der Druck wird immer größer. Wer immer mehr will, muss auch das System effektiver machen. Durch die extreme Verdichtung jedoch ist es schwierig gelassen zu bleiben.
Regeln und Tabus werden immer mehr unterlaufen. Auch die Sprache wird immer provokanter und brutaler.


Wir müssen lernen damit umzugehen. Uns fehlt die Zeit zum Nachdenken und Sammeln. Je größer der Anspruch und Druck ist, umso wichtiger ist es Ausgleich für sich zu schaffen.


Investieren Sie in Ihre Gesundheit. Mit den Geh-Zeiten finden Sie Ruhe und Zentrierung. Altes kann leichter losgelassen werden, und es zeigen sich neue Möglichkeiten, um Ihre Zukunft selbstbewusster zu gestalten.
Es gibt auch ein Leben ohne Druck.

Karl-Heinz Narboneck
Mentaltrainer, Entspannungs- und Meditationscoach

 

 

Loslassen - oder die allgegenwärtige Vergänglichkeit


Ob es und gefällt oder nicht, alles ändert sich und vergeht auch unsere Vorstellungen, Erwartungen und Träume.
Manche Dinge vergehen so langsam, dass es uns vorkommt als würde sich nichts ändern. Aber auch Landschaften und Gebirge verändern sich. Sie wachsen äußerst langsam und erodieren doch täglich.
Auch scheint es uns bei Trauer, Schmerz oder Krankheit als ob sich nichts bewegen würde und wir haben das Gefühl der Zustand würde ewig dauern.


Wir Menschen ändern uns unser ganzes Leben lang. Von der Geburt an wachsen wir, reifen heran und altern. Das ist der Lauf der Natur. Viele Menschen haben Angst vor dem Altern. Doch Angst ist ein schlechter Ratgeber. Wer sich gegen die Änderungen und den Wandel wehrt leidet, weil er diese Tatsachen nicht ändern kann.
Die Realität kann niemand ändern. Allerdings kann man seine Erwartungen, Wünsche und Träume ändern.
Doch warum tun sich die Menschen so schwer mit der allgegenwärtigen Veränderung?
Viele weigern sich die Realität zu akzeptieren wie sie nun mal ist. Wir klammern uns an unsere erreichte Lebenssituation oder an unsere Wunschvorstellung wie unser Leben sein soll.
Die Konsumgesellschaft und die Werbung suggerieren uns auf penetranteste Weise immer glückliche, erfolgreiche, gesunde und wohlhabende Menschen vor. Nur allzu gerne lassen wir uns und unsere Wünsche und Vorstellungen von dieser unrealen Welt beeinflussen.
Solange alles gut funktioniert ist alles in Ordnung. Wenn aber unsere Erwartungen und Wünsche mit dem realen Leben nicht mehr übereinstimmen beginnen die Probleme.
Die meisten Probleme der Menschen haben mit dem permanenten Wandel des Lebens zu tun. Egal ob Kariere-Knick, gesundheitliche Probleme, unerfüllte Kinderwünsche, nie gefundenen Wunschpartner oder das klägliche Scheitern eines Lebenstraumes, sobald sich das Leben von unseren Vorstellungen entfernt wachsen Lebensangst und Fragen nach dem Sinn des Lebens.
Aber wir müssen uns bewusst sein, dass sich die Lebensumstände permanent ändern und viele unserer Träume mit der Zeit unerreichbar werden.
Natürlich sollen wir Wünsche und Träume haben. Wer keine Träume hat, hat aufgehört zu Leben. Wir sollten uns aber von vorneherein nicht zu fest an unsere Träume klammern, sondern immer bereit sein auch wieder loszulassen.
Wir sollten dem Wandel mit Offenheit, Freude und Neugierde begegnen und uns nicht vor den Veränderungen und der Zukunft fürchten.Dass Leben fliegt oft seltsame Kurven, aber wer offen ist für den unausweichlichen Wandel der wird auch immer wieder neue Träume finden.

Karl-Heinz Narboneck

 

Waldbaden (shinrin yoku) 森林浴

Umfragen zeigen, jeder dritte Deutsche geht alle zwei Wochen in den Wald. Das Ziel von Waldbaden ist es Menschen für den regelmäßigen Besuch im Wald zu begeistern und die heilsamen Wirkungen des Waldes zu nutzen. Der Besuch im Wald mit shinrin yoku wird anders sein, als Sie es sich vorstellen. Es ist kein „normaler“ Spaziergang, aber auch kein abenteuerlicher Querfeldeinlauf. Es geht um geführte Sparziergänge durch den Wald mit Anleitung zu meditativen Elementen.
Sie schöpfen neue Kraft für den Alltag und Beruf und bringen Ihren Körper, Geist und Seele in entspannten Einklang. Shinrin yoku Erlebnisse sind geeignet für jede Altersgruppe. Egal ob in Gruppen-Kursen, als Einzel-Meditation oder in einem auf Ihr Unternehmen abgestimmten Workshop. Seit 2015 biete ich an ausgesuchten Plätzen Waldbaden für Interessierte an.

Shinrin Yoku - was ist das?
1982 prägte das japanische Ministerium für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei den Begriff Shinrin Yoku. Inzwischen ist Shinrin Yoku in Japan und Südkorea zu einem festen Bestandteil der Gesundheitsvorsorge geworden, ja hat sich sogar zur so genannten Wald-Therapie entwickelt. In vielen wissenschaftlichen Arbeiten wurde bestätigt, dass ein Bad im Wald den Blutdruck senkt, den Puls reguliert und auf natürliche Weise Stresshormone reduziert. Es wurde auch festgestellt, dass die Waldluft sogar Krebs-Killerzellen aktiviert.

Warum ist die Luft im Wald so gesund?

In einem Wald gibt es keine Reizüberflutung, das Grün des Waldes wirkt beruhigend und der Wald minimiert den Lärm und die Geräusche der Umwelt. Durch den Windschutz der Bäume herrschen im Wald eine höhere Luftfeuchtigkeit und eine geringere Lichtintensität. Der Schutz vor Wetterextremen in Verbindung mit dem weichen, federnden Waldboden hilft heilen und sorgt für eine positive Stimmung. Darüber hinaus sorgt der Wald durch die Produktion von Sauerstoff in Verbindung mit den ätherischen Ölen der Nadelbäume für eine saubere, heilsame Atmung.

Wer beschleunigt kann auch entschleunigen.

Karl-Heinz Narboneck